Twitter | Search | |
Marcel Fratzscher
Unsere neue DIW-SOEP Erhebung zeigt eine sehr viel größere Ungleichheit bei privaten Vermögen in 🇩🇪 , als bisher angenommen: Top 0,1%: haben 20% aller Vermögen (vorher 7%) Top 1 % 35 % (vorher 22 %) Top 10 % 67 % (vorher 59 %) Untere 50% 5 %
Reply Retweet Like More
Marcel Fratzscher Jul 15
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #2: €10,300 Milliarden = 3,5-fache des BIP beträgt das private Nettovermögen in Deutschland. Unsere neue DIW-SOEP Erhebung hat zusätzliche €2,100 Mrd. bei Millionären und Milliardären identifiziert.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 15
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #3: Es gibt ca. 1 Millionen Millionäre in Deutschland. Ein durchschnittlicher Millionär hat €3 Millionen an Nettovermögen. Ein durchschnittlicher Erwachsener in den unteren 50 % der Vermögensverteilung hat €3682 an Nettovermögen.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 15
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #4: Hochvermögende halten 40 % ihres Vermögens durch Betriebsvermögen und 40 % durch Immobilien. Die unteren 50 % halten fast alles ihres Ersparten in Form von Geldanlagen und ... Autos
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 15
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #5: 🇩🇪 hat mit die höchste Ungleichheit bei privaten Vermögen in Europa. Ungewöhnlich ist nicht nur der hohe Anteil der Vermögen bei den top 1 %, sondern die geringen Vermögen der unteren 50 %: Mehr als jede/r Vierte in 🇩🇪 hat kein Erspartes.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 15
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #6: Hochvermögende haben 6 Eigenschaften: - Männlich - mittleres Alter - ohne Migrationshintergrund - aus Westdeutschland, - gut ausgebildet - selbstständig Drei dieser Eigenschaften sind vereinbar mit dem Leistungsprinzip, drei sind es nicht.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 15
Replying to @zeitonline @DIW_Berlin
Fakten zu Vermögen in Deutschland #7: Vermögen sind regional sehr ungleich verteilt, wie auch diese Grafik zu den Anteilen an Unternehmen zeigt: Sehr gute Berichterstattung von über unsere neue Studie zu Vermögen in Deutschland.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 16
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #8: 69 % der Millionäre in Deutschland sind Männer. 94 % der Millionäre in Deutschland leben in Westdeutschland.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 16
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #9: Über die Hälfte des privaten Vermögens in Deutschland wurde durch Erbschaften und Schenkungen erzielt, und nicht durch die eigenen Hände Arbeit. Erbschaften erhalten meistens Menschen mit guter Ausbildung und höheren Einkommen.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 16
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #10: Deutsche mit Erbschaften von über €20 Millionen zahlten 2016 im Durchschnitt 1,8 % an Erbschaftssteuer (2011-14). Deutsche mit Erbschaften zwischen 250.000-500.000 zahlten im Durchschnitt ca. 12 %.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 16
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in Deutschland #11: Kaum ein Land besteuert Einkommen auf Arbeit stärker und (Einkommen auf) Vermögen geringer, als Deutschland.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 16
Fakten zu Vermögen in 🇩🇪 #12: Die reichsten 1 % in Deutschland haben mit 35 % aller Vermögen ungefähr so viel wie die reichsten 1 % in den USA — nach den nun in unserer DIW-Studie identifizierten zus. Vermögen der Deutschen. Quelle der Grafik: et al.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in 🇩🇪 #13: Der Anteil am Volkseinkommen hat sich für die ärmere Hälfte von 33 % in den 1960er Jahren auf heute 17 % fast halbiert. Dies ist ein wichtiger Grund für die Zunahme der Ungleichheit von Vermögen. Unsere DIW-Studie,C Bartels:
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
Fakten zu Vermögen in 🇩🇪 #14: Und sehr viel Geld macht doch glücklich: Millionär*innen haben eine höhere Lebenszufriedenheit (va bezgl. Arbeit & Gesundheit). Aber (Trost für Nicht-Millionär*innen :-) sie haben weniger Spaß: sie sind (etwas) weniger zufrieden mit ihrer Freizeit
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
Implikationen für den Diskurs zu Vermögen in 🇩🇪 : 1. Hohe Vermögen sind per se weder ungerecht, noch ökonomisch schädlich. Die Frage ist, welchen Beitrag Vermögen leisten: viel ist in Form von Betriebsvermögen, häufig Familienunternehmen, die gute Jobs und Perspektiven schaffen.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
2. Es ist zumindest aus ökonomischer Sicht problematisch, dass über die Hälfte der privaten Vermögen nicht durch die eigenen Hände Arbeit erwirtschaftet, sondern durch Erbschaft und Schenkung erzielt werden.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
3. Aus ökonomischer Sicht ist ein Steuersystem, das Arbeit weniger und Vermögen stärker belastet sinnvoll. Das gegenwärtige Steuersystem in Deutschland schafft Verzerrungen und Fehlanreize.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
4. Das Kernproblem ist, dass in Deutschland mit ca. einem Drittel ungewöhnlich viele Menschen praktisch kein Erspartes haben. Das macht sie stark abhängig vom Sozialstaat und begrenzt ihre eigene Autonomie und Freiheit.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
5. Deutschland hat einen starken Sozialstaat, der eine private Absicherung etwas weniger dringlich macht,als anderswo. Aber Vorsicht: Ansprüche auf Sozialleistungen (zB gesetzliche Rente) sind keine Vermögen, sondern Versicherungsleistungen. Diese helfen zB in dieser Krise wenig.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
6. Die meisten Bürger*innen sparen nicht oder wenig, nicht weil sie dies freiwillig tun/nicht wollen und sich auf den Sozialstaat verlassen, sondern weil sie nicht können/geringe Einkommen haben.
Reply Retweet Like
Marcel Fratzscher Jul 17
Replying to @MFratzscher
7. Es sollte hohe politische Priorität haben, gezielt die Vermögensbildung derer mit geringen und mittleren Einkommen zu unterstützen. Bessere Löhne und Arbeitseinkommen, stärkere Unterstützung für private Vorsorge und ein besseres Steuersystem sind drei zentrale Elemente. / ENDE
Reply Retweet Like