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Sebastian Dullien Aug 18
Ein paar Gedanken zu ’s thread zum Glaubwürdigkeitsargument von Ökonomen – auch, weil er mich (in einem separaten Tweet) gefragt hat, wie ich es damit halte: Sollten Ökonomen das Glaubwürdigkeitsargument machen, und wenn ja, wann und unter welchen Umständen. 1/
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Rudi Bachmann Aug 18
Replying to @SDullien
Missverständnis: ich habe dich NICHT gefragt, wie du es mit Glaubwuerdigkeitsargumenten haeltst. Sondern mit Toms Maxime.
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Sebastian Dullien Aug 18
Replying to @BachmannRudi
Toms Maxime hatte ich so verstanden, dass das Glaubwürdigkeitsargument nichts für Ökonomen ist. Von daher ist die Antwort auf die Frage, wie ich mit dem Glaubwürdigkeitsargument umgehe ja auch die Antwort auf Deine Frage. Oder meintest Du etwas anderes?
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Rudi Bachmann Aug 18
Replying to @SDullien
Ja, natuerlich. Toms Maxime ist, dass Oekonomen nur oekonomische Analysen betreiben sollten. Und dann definiert er Glaubwuerdigkeit als unoekonomisch um.
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Sebastian Dullien Aug 18
Replying to @BachmannRudi
Aber darauf habe ich meiner Meinung nach geantwortet: Glaubwürdigkeit kann ein ökonomisches Konzept sein, in der -Debatte wird es aber m.M.n. nicht immer als solches eingesetzt.
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Sebastian Dullien Aug 18
(So ähnlich würde ich auch verstehen, auch wenn ich nicht sein Pressesprecher bin.)
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Tom Hansen - ex-ISB-Mitglied Aug 19
Grunds. finde ich, dass Ökonomen erstaunlich viel Handwerkszeugs dafür mitbringen, um sich zu Politik in den Modus des "Warnens und Mahnens" zu begeben. Allerdings: Eigene pol. Präferenzen dabei offen zu legen, das täte der eigenen bzw. Zunft-Glaubwürdigkeit durchaus sehr gut.
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Rudi Bachmann
Zustimmung. Aber nehmen Sie mich beim Soli. Sebastian hat ja geraunt ich haette da irgendwelche eigennuetzigen Motive und dann nicht gelegt. Ich profitiere nicht von dessen Abschaffung. Ich habe keine Chance auf eine Professur in D, werde also auch nicht davon profitieren...
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Sebastian Dullien Aug 19
Nur kurz zur Klarstellung: Ich habe nie behauptet, Du hättest eigennützige Motive zur Soli-Abschaffung. Das habe ich auch niemandem unterstellt. Ich glaube auch nicht, dass irgendjemand von den KollegInnen, die sich für die Abschaffung des Solis stark machen "eigennützige" 1/
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Sebastian Dullien Aug 19
Motive haben. So platt funktioniert die Welt nicht. Ich glaube aber, dass einige, die das Glaubwürdigkeitsargument bringen, tatsächlich ihre persönlichen Vorstellungen der richtigen steuerlichen Gesamtbelastung bzw. Umverteilung damit pushen. /END
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Rudi Bachmann Aug 19
Ich finde nur, dass eine Nichtabschaffung Politikspielraeume unnoetig verengt. Ums mal markant zu formulieren: so lange der Soli nicht faellt, faellt auch die Schuldenbremse nicht.
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Sebastian Dullien Aug 19
Genau das sehe ich ganz anders. Auch wenn der Soli abgeschafft wird, wird man die Hardline-Verteidiger der Schuldenbremse nicht umstimmen. Und das Argument, dass nach Soli-Abschaffung der Leidensdruck so steigt, dass die Schuldenbremse dann fällt, halte ich auch für gefährlich.
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